Initiativen
Kaffee trinkend… denkt man
Wie leben wohl die Menschen in diesen verlassenen Gegenden, in denen die Pflanze wächst, aus der der Kaffee entsteht? An genau dies dachte Roberto Ricci, als er einen Kaffee aus Zentralamerika trank. 2001 traf er dann die Entscheidung, Kaffee aus fairem Handel einzukaufen und ein Büchlein herzustellen, das den Kunden die Kaffeebohne vorstellen sollte. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf des Büchleins „Io sono caffè/I am coffee“ ging an die „Junta Monseñor Romero“, einer Kooperative aus Kaffeebauern in Santo Domingo, in der Dominikanischen Republik. Eines der angedachten Projekte der Kooperative sollte die Einrichtung eines Computerraums zur Kommunikation mit der Außenwelt sein. Ein anderes Projekt sah die Aufstellung eines Apparates zur Trocknung des Kaffees im geschlossenen Raum vor, was sich vor allem während der Zeiten von hoher Feuchtigkeit als nützlich erweisen soll. Der Verkauf des Büchleins von Sant’Eustachio ermöglichte die Realisierung dieser beiden Projekte möglich gemacht.

Kaffee trinkend… denkt man
Warum interessieren sich die Italiener für die Geschichte des brasilianischen Kaffees?
Die italienische Emigration nach Brasilien im 19. Jahrhundert war für die Kaffeeproduktion und dessen Handel auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung. Sant’Eustachio Il Caffè wollte diese Geschichte erzählen und hat 2004 die multimediale Ausstellung „CafesEspresso“ in Rom gesponsert, die im Palazzo Pamphilj, dem Sitz der brasilianischen Botschaft an der Piazza Navona, gezeigt wurde. Historische Fundstücke aus Brasilien und Italien erzählten von Anbau, Auslese, Export, Röstung, Extraktion und Konsum des Kaffees, indem sie auf der einen Seite Brasilien als weltweit größten Kaffeeerzeuger und auf der anderen Seite Italien mit der weltbesten Extraktionsmethode (Espresso) zeigten. |
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Kaffee trinkend… denkt man
Viele Menschen wissen überhaupt nicht, wie viel Arbeit in einer Tasse Kaffee steckt. Aus diesem Grund arbeitet Roberto Ricci von Sant’Eustachio Il Caffè seit 2003 mit den Eine–Welt–Läden Roms zusammen, in denen Produkte aus fairem Handel verkauft werden, und hält dort Kurse und Seminare zum Thema ab. Die Informationen zur Geschichte und Produktionskette des Kaffees hat er in einer Power–Point–Präsentation zusammengefasst. Die Vorführung beginnt mit Informationen über den medizinischen Gebrauch des Kaffees vor dem 20. Jahrhundert und ist mit Fotografien über die Plantagen, die Verarbeitungsmethoden und die Bauern angereichert. Die Veranstaltungen enden mit dem Probieren von Kaffees aus verschiedenen Teilen der Erde, um die wichtigsten Sinneseigenschaften des Getränks zu erkennen: Bitterkeit, Säure und Süße.
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